Samstag, 12. August 2017

#freeLeo oder Wenn purer Hass als Satire verkauft wird

"Man lässt halt nicht das dicke Kind alleine mit dem Kuchen im Raum"  (Karl K.)

Ich sehe es so: Das Zeit-Magazin hatte nicht mit der überbordenden Witzischkeit des Titanic-Aktivisten Leo G. Fischer gerechnet. "Eilmeldung: Mehmet Scholl ist tot" hat Satire zu sein. Punkt! Und wer das nicht verstehen will, ich halt einfach doof, zumindest nicht links. Ob Leo diesen reaktionären, gleichgeschateten Leitmedien nur den Spiegel vorhalten wollte, munkelten sich besonders Mutige des linken Spektrums fragend und fassungslos zu. Die weniger Mutigen gingen zum Kopfschütteln in den Keller, andere überboten sich in den sozialen Medien mit sozialistischen Solidaritätsbekundungen, die selbst Nordkoreas Kim zum Erröten gebracht hätten. #freeLeo

Und dann kam Julian ins Spiel. Damit hatte Leo nicht gerechnet. Schnell schob Leo eine Richtigstellung nach, er habe es ja gar nicht so gemeint, er habe seinen Witz ja nachträglich richtiggestellt (!), Mehmet Scholl sei gar nicht tot. Aber da war es schon zu spät. Das Zeit-Magazin hatte die Reissleine gezogen, Leos Passwort geändert, Leo hatte keinen Zugriff mehr, war ausgesperrt.  Klar, dass Leo auf Twitter und anderswo losheulte: "Ich kann mich bei @ZEITmagazin nicht mehr einloggen.:-(", "Rufmord", "Bild klaut mir die Überschriften!", "Leistungsschutzrecht"  *schluchz*

Aber dann wurde Leo so richtig wütend. Ausgerechnet Julian. Das Hassobjekt für Leos Titanic schlechthin. Julian verkörpert alles, was Leo nicht ist und nicht hat. Wie von Sinnen spuckten Leo und die Titanic Gift und Galle gegen Bild und Julian. Der geballte Frust von tief Verletzten brach sich Bahn. "Es wird langsam peinlich", meinten die Besonneneren angesichts der nicht enden wollenden pubertären Gülle, während linksautonome Bild-Hasser nicht genug davon kriegen konnten und Leo fortwährend lobpriesen. Wenigstens erbarmte sich neues deutschland Seiner: Leo durfte sich in einem langen Artikel erklären, rechtfertigen, alles ins rechte Licht rücken und vor allem eines: ausweinen. Leo konnte es sich natürlich nicht verkneifen, den Begriff "Kofferraum" darin unterzubringen. Manches rebellische ü50-Augenzwinkern im Schwarzen Block war ihm damit sicher. Die taz hingegen hatte weniger Nachsicht mit Leo. Schliesslich geht es auch ein wenig um Journalismus, nicht nur um die verletzte Eitelkeit eines gekränkten Humoristen.

Kommentare:

  1. War eigentlich zu erwarten: Titanic macht auch heute weiter...
    https://twitter.com/titanic

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  2. Wie rechts ist eigentlich Die Partei...?

    #Querfront

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  3. Nazis glauben an die Überlegenheit ihrer Rasse, Linksradikale an die ihrer Moral. Und beide sind bereit, dafür zu töten...

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    1. Gilt übrigens auch für gewisse Veganer und Tierrechtler

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  4. "Clinton erhöht die Kriegsgefahr" (Sahra Wagenknecht)

    Noch kein Jahr her...
    http://www.huffingtonpost.de/2016/10/30/wagenknecht-schliesst-wahl-steinmeiers-zum-bundespraesidenten-nicht-aus_n_12711038.html

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  5. Hugo Müller-Vogg fragte nach: „Waren die SED-Genossen, die die Mauer gebaut haben, etwa Rechte?“ Linke-Politikerin Halina Wawzyniak findet: "ja. im kern war die sed eine rechte Partei."...
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article167648972/Linke-Abgeordnete-erklaert-SED-zur-rechten-Partei.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter#Comments

    Linksfaschismus träfe es eher.

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    1. Sobald sich Linke als Diktatoren und Massenmörder gebärden, werden sie von Linken zu Rechten erklärt. Siehe Halina W.

      Beim sozialistischen Diktator Maduro wird es noch ein Weilchen dauern, vorerst wird noch auf Solidarität gemacht...

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