Montag, 27. Februar 2017

Daniele Ganser möchte nicht Verschwörungstheoretiker genannt werden. Dies sei ein Kampfbegriff...

"Wegen meiner kritischen Forschung zu 911 und WTC7 wurde ich nicht nur von SRF Journalist Roger Schawinski, sondern auch von SRF Journalist Jonas Projer, der die Sendung leitete und sein Büro neben Schawinski im SRF Gebäude in Zürich hat, erneut mit dem Kampfbegriff „Verschwörungstheoretiker“ angegriffen."  (Daniele Ganser, 26. Februar 2017)




Der 9/11-Truther Daniele Ganser fühlt sich mal wieder als Opfer der pöhsen, gleichgeschalteten Mainstreammedien. In dieser denkwürdigen Diskussionsrunde im Schweizer Fernsehen warb der Medienkritiker Ganser vor laufenden Kamera für KenFM und Prof. Rainer Mausfeld. Gestern verwies Daniele Ganser auf das neurechte, anonyme Hetz-Blog "Propagandaschau". In seinen Vorträgen ruft Daniele Ganser ins Publikum: "Lest alternative Medien wie RT Deutsch, NachDenkSeiten und KenFM!"
 


 "Lest alternative Medien wie RT Deutsch, NachDenkSeiten und KenFM!"

 
Da wollen wir doch einmal sehen, wie es Daniele Ganser mit den Kampfbegriffen in den von ihm beworbenen "alternativen" Medien hält:
 
"Machteliten"  (Prof. Mausfeld, KenFM)
"Mentalvergiftung"  (Prof. Mausfeld, KenFM)
"Lügenpresse", "Lückenpresse", "Kampagnenmedien",   (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, anlässlich Vortrag bei ver.di und attac)
"Agenten der US-Eliten in den deutschen Zeitungsverlagen"  (NachDenkSeiten, Hinweise des Tages, Verantwortlicher: Jens Berger)
"Chor der Kriegshetzer"  (NachDenkSeiten, Verantwortlicher: Jens Berger)
"Hardcore Zionist", "Mediennutte"  (Evelyn Hecht-Galinski, KenFM)
"zionistische Sturmtruppen"  (Evelyn Hecht-Galinski, KenFM)
"zionistischer Gottesstaat"  (Ken Jebsen, KenFM)
"Zionistenmafia"  (Peter König, KenFM)
"Goebbels goes Global"  (Ken Jebsen, KenFM)
"Eliten-Presse"  (Ken Jebsen, KenFM)
"Fake-News-Fabrik"  (Rainer Rupp. KemFM)
"Anti-Trump-Treibjagd"  (Rainer Rupp, KenFM)
 
Ich such immer noch Daniele Gansers Kritik an den obenstehenden Kampfbegriffen. Ach sorry, ich vergass: Das sind ja gar keine Kampfbegriffe, das ist nur legitime "Medienkritik"...
 
Meine ganz persönliche Meinung: Daniele Ganser ist ein grosser Heuchler.
 
 
"So schwer der Gedanke manchen fallen mag: Auch die Kritiker müssen sich einer Kritik stellen."  (Kai Ruhsert, ehemaliger NachDenkSeiten-Mitarbeiter, in Bezug auf Daniele Gansers 9/11-Vortrag)

Samstag, 25. Februar 2017

Albrecht Müller (NachDenkSeiten) erklärt den Medien, Microsoft und Facebook an einer ver.di- und attac-Veranstaltung den Krieg/Nachtrag iS Daniele Ganser

"Wir müssen die Glaubwürdigkeit der Kampagnenmedien erschüttern."  (Albrecht Müller, 9.2.2017)
 

"Also sind wir darauf angewiesen, eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen. Ich war schon einmal verantwortlich für einen Wahlkampf, der nur gewonnen worden ist, weil es gelang, eine solche Gegenöffentlichkeit zu schaffen. 100 tausende von Menschen haben sich 1972 engagiert und die Macht der Bild-Zeitung, des Springer-Konzerns und des ZDF Magazins überwunden."  (Albrecht Müller, 9.2.2017)

 
Wie ein wirre und paranoid gewordener Missionar wütete Albrecht Müller (79) an einer Veranstaltung von ver.di und attac gegen die etablierten Medien. Er nannte sie "Kampagnenmedien", "Kampfpresse", "Lückenpresse" und "Lügenpresse".
Weil Albrecht Müller mit seinen NachDenkSeiten - Wolfgang Lieb ist ausgestiegen - eine "Gegenöffentlichkeit" aufbauen will, bildete er eine Kooperation mit dem weltnetzTV und eine Allianzpartnerschaft mit Ken Jebsens KenFM. Albrecht Müller zählt die russischen Propagandamedien RT Deutsch und Sputnik auch zu den guten "alternativen" Medien, die am Aufbau einer "Gegenöffentlichkeit" arbeiten.
 
Albrecht Müller hatte bereits am 21. März 2014 anhand einer in den NachDenkSeiten veröffentlichten Namensliste dazu aufgefordert, die Glaubwürdigkeit der aufgelisteten Journalisten "im Mark" zu erschüttern.
 
Namentlich aufgeführt sind: Josef Joffe (Zeit), Mathias Nass (Zeit), Marc Brost (Zeit), Stefan Cornelius (Süddeutsche Zeitung), Claus Kleber (ZDF), Peter Frey (ZDF), Kai Diekmann (Bild), Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ), Michael Stürmer (Welt). Albrecht Müller kommentierte diese Liste wie folgt:  "Die Liste der ähnlich mit Eliten verwobenen Journalistinnen und Journalisten wäre gewaltig zu erweitern, wollte man ein komplettes Bild der Einflussnahme zeichnen. In meiner Darstellung fehlen Spiegel und Spiegel online, die Bild-Zeitung, die kommerziellen Sender und große Regionalzeitungen. Über all ist die Gleichrichtung spürbar. [...] Nennen Sie Namen. Denn die laufende Agitation ist nicht namenlos. Sie wird von Personen organisiert und getragen. Die Glaubwürdigkeit dieser Personen muss im Mark erschüttert werden."
 

 Albrecht Müller (NachDenkSeiten) auf RT Deutsch

Weitere "Höhepunkte" aus Albrecht Müllers Vortrag:
"Das Imperium, die USA und ihre Verbündeten haben viele illegale Kriege geführt."
"Es wird eine Kulturrevolution nötig sein."
"Es gibt schon Zehntausende von Menschen, die den etablierten Medien nicht mehr glauben und die bereit sind, ihre Stimme zu erheben."
"Was Microsoft, Facebook, und andere Dienstleister ähnlicher Art leisten, schließt über weite Strecken Wettbewerb aus und sollte deshalb in dieser Form nicht organisiert sein. Es gehört in öffentliche Hände..."

Wussten ver.di und attac, was da auf sie zu kommt, als sie Albrecht Müller ins Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstraße eingeladen hatten...?
Wenn ja, sollte dringend eine Dabatte über ihr Verhältnis zu den etablierten Medien geführt werden.


 


Nachtrag vom 26. Februar 2017

Am 24. Februar 2017 trat der "Friedensforscher" Daniele Ganser in der SRF-Sendung Arena auf. Weil er eines Widerspruchs überführt worden war - zuerst hatte er die Berichterstattung durch SRF über 9/11 in einer Mail als "fair und sachlich" bezeichnet, keine 24 Stunden später warf er der SRF auf Twitter "Diffamierung" vor - war Daniele Ganser vor laufender Kamera wütend geworden und warf dem Arena-Moderator Manipulation vor, weil nicht das ganze Mail gezeigt worden war. Er benützte vor laufender Kamera den Begriff "Lückenpresse", obwohl der weggelassene Teil nichts mit 9/11 zu tun hatte. Vor laufender Kamera lobte Daniele Ganser Rainer Mausfeld und seinen Förderer und Mitstreiter KenFM.

Wie bereits Albrecht Müller durch Georg Restle (Monitor) der Manipulation überführt worden war, wirft auch der ehemalige NachDenkSeiten-Mitarbeiter Kai Ruhsert dem "Friedensforscher" Daniele Ganser Manipulation durch Weglassen vor:
"Ganser hatte den beiden Baustatikern wahrscheinlich dieselben irreführenden Bilder und Aufnahmen gezeigt, die er auch dem Publikum in Tübingen präsentierte.
Stets beschränkt er sich auf wenige, sorgfältig ausgewählte Ausschnitte einer Videoaufnahme: Das Publikum soll glauben, das Gebäude sei symmetrisch eingestürzt.
Ganser unterschlägt die ersten Sekunden des Einsturzes, die das Gegenteil beweisen (z.B. in dieser Aufnahme zu sehen ab 02:10 min). Deutlich ist zu erkennen, wie auf dem Dach des Gebäudes zuerst das Penthouse auf der Ostseite kollabiert: [...]
Ganser belässt es nicht dabei, seine Zuhörer durch lückenhafte Information in die Irre zu führen. Er verbreitet auch noch das Gerücht, das gesamte Gebäude [WTC7] sei wie im freien Fall eingestürzt."  (aus "Kritik an Daniele Gansers Vortrag : Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001" von Kai Ruhsert, 11. Januar 2016)
 
Der gelernte Maschinenbauingenieur Kai Ruhsert war  während mehreren Jahren ehrenamtlicher NachDenkSeiten-Mitarbeiter. Ihm ist es zu verdanken, dass sich das USA- und Israel-Bashing und Verschwörungstheorien auf den NachDenkSeiten früher in Grenzen hielten. Nach dem Bruch mit Albrecht Müller und dem Weggang von Kai Ruhsert brachen bei den NachDenkSeiten in Sachen USA, Israel und Verschwörungstheorien alle Dämme.
Wie Albrecht Müller zweifelt auch Daniele Ganser an der offiziellen Charlie Hebdo-Berichterstattung. Albrecht Müller am 8. Januar 2015 auf den NachDenkSeiten in Bezug auf die Charlie Hebdo-Terroranschläge wörtlich:
"Andreas von Bülow vor allem wirbt aus meiner Sicht mit Recht dafür, die Rolle von Geheimdiensten nicht zu unterschätzen. Man kann das so und anders sehen. Niemand zwingt Sie, diesen sogenannten Verschwörungstheoretikern zu folgen. Aber diese haben es auch nicht verdient, mit Etiketten belegt zu werden. Verschwörungstheoretiker ist einer der dümmsten Vorwürfe, die in der aktuellen Debatte obendrein inflationär verwendet werden. Zweifel sind angebracht."
 

Donnerstag, 23. Februar 2017

Die vom Rapper Kilez More nun zu Opfern und Verfolgten stilisiert werden...

Daniele Ganser hatte das neue Video von Kilez More vorgestern mit den Worten "Starker neuer Track «Mediale Kugeln» von Kilez More!" auf Twitter beworben. Ich klickte das Kilez More-Video an und musste nur noch den Kopf schütteln...
Es hängen Wanted-Plakate im Hintergrund mit Köpfen drauf. "Dead or Alive" steht unter den Köpfen. Ich erkannte dort Ken Jebsen, Christoph Hörstel, Lars Märholz, Willy Wimmer, Sahra Wagenknecht, Konstantin Wecker (weltnetzTV), Prinz Chaos II., Wojna von der Bandbreite, Mr. Dax, Albrecht Müller (NachDenkSeiten), Xavier Naidoo, Franz Hörmann.
 
Kilez More wird - wie auch Prinz Chaos II. - am Pax Terra Musica-Festival teilnehmen, über das das jüdische Magazin haGalil bereits berichtet hat:
"Neue „Friedensbewegung“ plant Festival mit rechten Referenten -  [...] Unter den Referent_innen, die für das Festival gebucht sind, befinden sich auch „namhafte“ Verschwörungsideologen und Antisemiten.
Tommy Hansen beispielsweise gibt das alternative Nachrichtenmagazin „Free21“ heraus. In dieser kostenlos verteilten Postille geben sich vor allem Autor_innen der verschwörungsgläubigen Szene die Klinke in die Hand."  (haGalil, 18. Dezember 2016)
 
Rapper Kilez More präsentiert im neuen Video Opfer und Verfolgte
 
 
Es ist ein Hohn, dass ausgerechnet die Figuren zu Opfern und Verfolgten erklärt werden, die nun schon so lange gegen Journalisten der etablierten Medien hetzen und eine brandgefährliche Medienverächtlichmachung betreiben. Albrecht Müller verfasste sogar eine Tabelle mit Namen von Journalisten und forderte seine Leser und Unterstützer auf, die Glaubwürdigkeit dieser Journalisten "im Mark" zu erschüttern. Man könnte dies als Rufmord bezeichnen. Albrecht Müller in den NachDenkSeiten vom 21. März 2014 wörtlich: "Die Glaubwürdigkeit dieser Personen muss im Mark erschüttert werden."
Der neurechte Demagoge Ken Jebsen muss wohl nicht mehr näher vorgestellt werden. Christoph Hörstel auch nicht. Den rechten Pegida-Versteher und Putinfan Willy Wimmer als Verfolgten darzustellen ist Zynismus pur. Die Querfrontlerin Sahra Wagenknecht zieht mit ihren AfD-Parolen zu recht Kritik von Medien auf sich. Sie würde besser mal mit den Antisemiten in der Linkspartei aufräumen. Über den widerlichen Geschichtsrevisionismus in den Bandbreite-Songs habe ich auch schon geschrieben. Xavier Naidoo wird von Reichsbürgern und Antisemiten immer wieder gerne zitiert. Konstantin Wecker hatte das Pamphlet von Diether Dehm mitunterschrieben, in welchem Israel unterstellt wird, dass es lüge und "so viele Medien" beeinflussen könne. Der ach so spirituelle und empathische Konstantin Wecker lässt auf seinem Eso-Blog "Hinter den Schlagzeilen" Holocaustrelativierung zu:
"Schlachttiertransporte gehören zu den ganz dunklen Kapiteln unserer „Zivilisation“. Vergleiche mit Menschentransporten der Nazis drängen sich da auf. Man sollte solche Vergleiche nicht vorschnell als unangemessen zurückweisen."
 
Mir wird übel ob dieser Sorte Opfer...
 
 

Dienstag, 21. Februar 2017

Wie Querfrontler mit Framing- und Kontaktschuld-Methoden Angst und Hass vor einer ominösen "Elite" schüren/Nachtrag

"Gauck gehört nicht zu den Eliten, Gauck gehört zum Personal der Machteliten"  (Prof. Rainer Mausfeld bei KenFM)
 
Querfrontler, Truther und Verschwörungstheoretiker tun oft selbst genau das, was sie ihren Kritikern vorwerfen: Sie benützen Framing-Begriffe und wenden den Kontaktschuld-Trick an. Dies war gut zu beobachten am Vortrag von Prof. Mausfeld im KenFM-Vortrag mit dem Titel "Die Angst der Machteliten vor dem Volk". Mausfeld faselt in seinem Vortrag dauernd von einer ominösen "Elite", ohne sie genauer namentlich zu benennen. Dies gipfelte in der Behauptung, die "Elite" betreibe gegenüber dem Volk eine "Mentalvergiftung". Nach dem Vortrag hat man den Eindruck, diese "Elite" sei eine einige, höchst machtvolle Gruppe, die nach einem bestimmten Masterplan alles steure auf der Welt und uns eine Demokratie lediglich vorgaukle. Seltsamerweise scheinen in dieser "Machtelite" weder russische Oligarchen noch russische Milliardäre vorzukommen...


Praktisch zeitgleich veröffentliche der Kai Homilius- und Free21-Autor Paul Schreyer, der sich offensichtlich bemüht, mittels unmatter.news das Truther-Image abzustreifen, einen Artikel mit ähnlicher Stossrichtung und ähnlichem Titel wie Mausfeld. Paul Schreyers Artikel heisst "Donald Trump und die Panik der Eliten".
Nachdem selbst Querfrontlern und anderen Putinverstehern inzwischen aufgefallen ist, dass der von ihnen stets favorisierte Donald Trump immer faschistoidere Züge offenbart, versuchen sie, die Schuld auf die pöhse "Elite" zu lenken. Paul Schreyer, der heute für die NachDenkSeiten arbeitet, in seinem Artikel wörtlich:  "Trump ist definitiv kein Kandidat des hinter den Kulissen waltenden Establishments.  Bush, ebenso wie Clinton oder auch Obama waren Politiker, die von jener Elite schon vor der Wahl akzeptiert und umgarnt beziehungsweise überhaupt erst aufgebaut wurden. Trump hingegen trat als heftig bekämpfter Außenseiter an. Nicht nur fast alle Leitmedien stellten sich gegen ihn, sondern auch der Geheimdienstapparat der USA.
Der Grund für das Unbehagen dieser einflussreichen Eliten lässt sich kaum ernsthaft mit Trumps Rüpelhaftigkeit, Chauvinismus oder Muslimfeindlichkeit erklären..."
 
Kai Homilius-Autor Paul Schreyer bei Compact (Dezember 2013)
 
 
Es sind also genau diese Figuren, die laut "Kontaktschuld" und "Framing" schreyen, wenn ihre Verbindungen offengelegt werden, welche dann von ominösen, "einflussreichen Eliten" sprechen, die "hinter den Kulissen" agieren würden und das Volk "mental vergiften" und knechten wollten.

Faktencheck 9/11 - COMPACT Live mit Paul Schreyer und Ken Jebsen
(Video veröffentlicht am 7. Januar 2014)
 
 Mir wird übel...



Nachtrag vom 22. Februar 2017

Wie bereits Tilo Jung vor ihm, distanziert sich nun auch Cedric Stein (Gründer von unmatter.news) vom neurechten Hetz-Blog "Propagandaschau".


Cedric Steins Distanzierung wurde vom Moderator der "Propagandaschau" ziemlich schnell kommentarlos gelöscht. Aber nicht schnell genug...

Die NachDenkSeiten verlinken jedoch unkritisch und wohlwollend auf das neurechte, putintreue Hetz-Blog Propagandaschau. Zum Beispiel hier (im Wort "diffamiert"), hier (im Wort "Manipulationen"), hier und hier (zum Propagandaschau-Artikel "Griechenland – Fach-Diskussion an der TU Dortmund thematisiert Desinformation und Meinungsmache in ARD und ZDF"). Ich könnte noch weitere Beispiele aufzeigen.

Tilo Jung distanziert sich übrigens auch von Daniele Ganser und KenFM...

 

Montag, 20. Februar 2017

"Hetzern gegen freie Medien muss die ganze Gesellschaft konsequent entgegentreten." (taz)

"Hetzern gegen freie Medien muss die ganze Gesellschaft konsequent entgegentreten."  (Frank Überall, taz, 19. Februar 2017)
 
Albrecht Müller selbst veröffentlichte auf den NachDenkSeiten - versehen mit Spott und Hohn - diesen aufrüttelnden, persönlichen Brief von Peter Henkel:
 
Lieber Albrecht Müller,
vielleicht erinnern Sie sich noch an den einstigen Korrespondenten der Frankfurter Rundschau. Auch wenn nicht, möchte ich mich mit einer wahrscheinlich nicht sehr aussichtsreichen, aber doch dringenden Bitte an Sie wenden. Dies in dem Bewusstsein, dass Sie und die nachdenkseiten alles in allem eine wichtige und wertvolle Stimme in unserer Medienlandschaft sind.
Anlass meiner Bitte sind Ihr jüngster Artikel in kontext und Ihre einschlägigen Betrachtungen zu den Medien auf den nds. Lieber Herr Müller, was Sie da schreiben, ist im Kern falsch. Und es befördert diese fatale Medienphobie, der man auf Schritt und Tritt begegnet und die bei vielen Zeitgenossen längst mit einer irrationalen Politik- und Demokratieverachtung einhergeht.
Scharf formuliert ließe sich auch sagen: Sie selber verkörpern diese Phobie. Denn Sie halten es leider für angemessen, von einem „ausgeklügelten System der Gleichschaltung“ zu schreiben. Das ist abwegig. Der linke Sektor ist unterbesetzt, das ist leider wahr; aber was hat das mit Gleichschaltung zu tun? Sie ziehen sich unvermeidlich den Vorwurf zu, gewollt oder fahrlässig Parallelen heraufzubeschwören, die keine sind. Die Letzten, die mediale Gleischschaltung in Deutschland organisierten, waren Goebbels und Honecker – warum, lieber Herr Müller, belegen Sie unsere heutigen medialen Zustände mit einem Begriff für Verhältnisse, in denen es tatsächlich nur uniforme Meinungen und Nachrichten gibt, d.h. Abweichungen von der vorgegebenen engen Linie von vornherein unmöglich gemacht oder bestraft werden? Wollen Sie denn ernsthaft behaupten, wir hätten solche Verhältnisse, trotz nds und taz und frontal 21 und Panorama und Blätter für deutsche und internationale Politik und Süddeutsche Zeitung (ja, auch die gehört hierher) und Frankfurter Rundschau und Urban Priol und den Stammplätzen, die Gysi und Wagenknecht und Dirk Müller in Talkshows vor einem Millionenpublikum innehaben?
Und weil zur Gleichschaltung zwei Seiten gehören – die, die sie verordnen, und die, die sie mit sich machen lassen -, nenne ich diesen Begriff eine ebenso haltlose wie unverschämte Beleidigung von einigen tausend journalisten ist, die diesen abwegigen und ehrabschneidenden Vorwurf nicht verdient haben. ein vorwurf übrigens, der so tut, als seien Menschen (und speziell Journalisten) mit anderen Ansichten als den eigenen schon deshalb wahlweise entweder dumm oder korrupt oder beides. So zeigen sich Blindheit und Hybris.
Ihre dramatiserenden und generalisierenden Texte, lieber Albrecht Müller, leisten keineswegs durchgängig Erhellendes, sondern zu oft das Gegenteil: Wenn sie verfinsternde Fantasien befeuern. „Konservative Denkfabriken mit angeschlosssenen Medien“ – „die Oberen bestimmen mit Meinungsmache, wo es langgehen soll“ – das sind Beispiele für konspirative Scheindiagnosen, deren Entlarvungsinteresse alles andere übersteigt. Und keinen erkennbaren Wert mehr darauf legen, dem beurteilten Gegenstand leidlich gerecht zu werden. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es Situationen und Vorgänge gibt, auf die Ihre Beschreibung mehr oder weniger zutrifft. Nur machen Sie daraus einen riesigen Wandteppich. Vor ihm versammeln sich in freudiger Erregung alle, die schon immer gewusst haben, dass deutsche Redaktionsstuben ein Exerzierplatz sind für Opportunisten, Heuchler, Schleimschreiber und gekaufte Kriegstreiber, die von morgens bis abend schwindeln, unterdrücken und manipulieren.
Diesem Irrsinn, lieber Herr Müller, liefern Sie Nahrung. Und ganz nebenbei selber einen klaren Fall von Manipulation. Es gebe da, schreiben Sie, eine „Meldung“ der Telekom in deren Unternehmensorgan im Netz: „Wladimir Putin will auch Finnland und Georgien annektieren.“ Womit Sie, lieber Herr Müller, ja zeigen wollen, welche Propagandalügen über Putin in Umlauf gesetzt werden. Was aber steht dort tatsächlich? Die Dachzeile lautet: „Schlimme Vermutung“, und sogleich im Vorspann wird das nun Folgende als „Gedankenspiele“ eines Putin-Kritikers bezeichnet. So etwas deuten Sie um zu einer „Meldung“ der Telekom? Das ist Falschmünzerei durch das kritische medium nachdenkseiten. Was würden Sie sagen, wenn ich in einer derartigen Irreführung ein Symptom sähe von fehlender Redlichkeit und Kompetenz der nds, der Linken in der BRD überhaupt, womöglich von deren Fernsteuerung durch Moskau?
Den Vogel schießen Sie aber hiermit ab: „Was sich da abspielt, ruiniert den Rest an Demokratie, den wir noch haben.“ Das ist ödester Stammtisch ohne jedes Augenmaß und hat mit seriöser linker Kritik an den realen Zu- und Missständen der deutschen Gesellschaft von 2014 nichts mehr zu tun. Es ist, sorry, lieber Herr Müller, paranoid.
Und nun die vermutlich erfolglose Bitte: Tun Sie was gegen diese obsessive Medienverächtlichmachung, Ihre eigene wie die unzähliger Mitbürger. Sie ist in dieser oft hasserfüllten Radikalität unbegründet und auf die Dauer hochgefährlich. Wie weit sie schon gediehen ist in diesem unserem Lande, zeigen einige hundert youtube-Kommentare zu dem (wohlgemerkt: inakzeptablen) ZDF-Interview von Claus Kleber mit Joe Kaeser über dessen Besuch bei Putin. Was sich da entlädt an Brutalität, Dummheit und Uniformität, macht schaudern. Und ist eine Aufforderung (auch an Albrecht Müller), dem entgegenzutreten – es ist mindestens so alarmierend wie die Nähe einer Handvoll Journalisten zur Deutsch-Atlantischen Gesellschaft.
Mit den besten Grüßen
Ihr
Peter Henkel
 
 
Für "alternative" Medien wie KenFM, Sputnik und
RT Deutsch hat Albrecht Müller nur Lob
 
Albrecht Müller auf seinen NachDenkSeiten über Peter Henkel:
"Die beneidenswerte Fähigkeit zur selektiven Wahrnehmung macht die Debatte mit Peter Henkel schwierig. Wenn ein Journalist nicht einmal den Verlust an kritischen Medien und an ihrer Distanz zum politischen Geschehen wahrnimmt, wenn er Sorgen um die demokratische Willensbildung so abkanzelt, wie Peter Henkel das tut, dann kann man sich mit ihm nur schwer verständigen."
 

Samstag, 18. Februar 2017

Markus Fiedler bei KenFM: "Linksradikale und Antideutsche haben Wikipedia unterwandert"

Markus Fiedler warnt bei KenFM: "Antideutsche sind pro Amerika und pro Israel"
 
Markus Fiedler warnt bei KenFM: "Linksradikale und Antideutsche haben Wikipedia unterwandert"
 
 
 
Markus Fiedler behauptet bei KenFM: "Psiram ist ein Rufmord-Portal!"
 
Markus Fiedler behauptet bei KenFM auch noch, dass man bei Wikipedia nichts Amerika- und Israel-Kritisches schreiben dürfe.
 
Markus Fiedler attackiert bei KenFM auch noch die Ruhrbarone, Die Amadeu Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, Stefan Laurin, gwup, Julia Schramm, Sebastian Bartoschek...

Heute ist Filmpremiere im Kino Babylon in Berlin.
 
Diether Dehm neulich auf seiner Homepage: "Wikipedia von NSA gehackt?"

"WIKIPEDIA von NSA gehackt?"

Ken Jebsen (Allianzpartner der NachDenkSeiten) kritisiert mit Markus Fiedler in grosser Empörung, dass Psiram anonym arbeitet. Dass die NachDenkSeiten auf anonyme Internetseiten wie die "Propagandaschau" und "Swiss Propaganda" verweist, scheint Ken Jebsen aber in keiner Weise zu stören...
 
Beide eng mit den NachDenkSeiten verbandelt - Zufall?
 

Wenn Psiram ein Rufmordportal ist - was ist dann KenFM...?


Leseempfehlung:  Die jetzt "Kontaktschuld" schreien... II

Donnerstag, 16. Februar 2017

Der MDR will das Geld der "junge Welt" nicht oder „Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“

Grosses Rumgeopfere und Mimimi bei RT Deutsch, Andrey Hunko, Alexander Neu und bei der "junge Welt".  Grund: Der MDR hat es abgelehnt, Werbespots für die "junge Welt" zu senden. Wer die "junge Welt" kennt, der versteht, weshalb dieses ehemalige Zentralorgan der FDJ vom Verfassungsschutz beobachtet wird...
 
In einem Gastkommentar für die "junge Welt" steht doch tatsächlich:  "Weil die junge Welt damit wirbt, dass sie für Frieden und gegen Nazis ist, könne man ihre Werbespots nicht senden, teilten ihr verschiedene öffentliche Sender mit."
Ist das noch heuchlerisch oder schon Desinformation in SED- und KGB-Manier? Ich zitiere dann mal Paul Spiegel:  "Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder."

RT Deutsch:  "wegen Friedenslied..."
 
 
Der Verfassungsschutz begründet seine Beobachtung dieses auch bei Querfrontlern beliebte Medium unter anderem wie folgt:  "Der Verfassungsschutz vertritt weiterhin die Ansicht, dass einzelne Mitglieder der Redaktion und ein großer Teil der Autoren dem „linksextremistischen Spektrum“ zuzuordnen seien. Wiederholt sei festzustellen, dass in Beiträgen der jW (etwa über Kurdistan oder Irak) Gewalt als Mittel im Kampf gegen Kapitalismus und Imperialismus anerkannt werde. Über ausländische Guerilla- und Terrororganisationen wie die linksgerichtete kolumbianische FARC-EP, die baskische ETA und insbesondere palästinensische Gruppen, werde wohlwollend und unkritisch berichtet. Sie würden zu „Befreiungsbewegungen“ umgedeutet. Sozialistische Staaten, insbesondere Kuba, würden verherrlicht."
"Max Brym warf der jungen Welt in einem Beitrag für haGalil Antisemitismus und Antiamerikanismus vor."    (Wikipedia)
 
 
Ken Jebsen (Allianzpartner der NachDenkSeiten) gibt der "junge Welt"-Reporterin Susan Bonath regelmässig eine Plattform auf KenFM für deren Artikel.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Pax Terra Musica-Verantwortliche werfen Andrea Livnat (haGalil) eine "Geschichte von Lüge und Hass" vor...

"Dennoch stellt Frau Dr. Livnat ihr deutsch-jüdisches Nachrichtenmagazin K. Schmitt als Plattform zur Verfügung, die sich mit ihren eigenen Facebookseiten und Websiten zu research & documentation in die Anonymität begibt und Unternehmen und Einzelpersonen des öffentlichen Rechts denunziert und diffamiert. Dieser Verantwortung kann sich Frau Dr. Andrea Livnat, die laut ihrem Büro in München in Israel lebt und arbeitet, nicht entziehen. Mit ihrem jüdischen Nachrichtenmagazin stellt Frau Dr. Andrea Livnat ihre eigenen Ansprüche in Frage, die sie unter Antisemitismus - Judenhass gestern und heute formuliert und schreibt eine neue Geschichte von Lüge und Hass dazu."  (Mathias Tretschog und Malte Klingauf)
 
 
Die Konsternation bei den Pax Terra Musica-Verantwortlichen ist gross. Grund: Das jüdische Nachrichtenmagazin haGalil hatte Pax Terra Musica vorgeworfen, unter den eingeladenen Referenten würden sich Verschwörungsideologen und Antisemiten befinden:

"Neue „Friedensbewegung“ plant Festival mit rechten Referenten - Für Ende Juni 2017 planen Teile der neuen „Friedensbewegung“ ein großes Musikfestival im brandenburgischen Niedergörsdorf. Von der veranstaltenden Pax Terra Musica gGmbH i.G. werden bis zu 5000 Teilnehmende auf dem Festivalgelände, einem ehemaligen Militärflugplatz, erwartet. Dem Publikum soll auf fünf Bühnen Livemusik, politische Vorträge und Workshops geboten werden... [...]
Unter den Referent_innen, die für das Festival gebucht sind, befinden sich auch „namhafte“ Verschwörungsideologen und Antisemiten.
Tommy Hansen beispielsweise gibt das alternative Nachrichtenmagazin „Free21“ heraus. In dieser kostenlos verteilten Postille geben sich vor allem Autor_innen der verschwörungsgläubigen Szene die Klinke in die Hand. Stories rund um die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA oder Fantastereien über die Rothschild-Familie sind Beleg, dass in diesem Nachrichtenmagazin auf ideologische Propaganda statt auf Fakten gesetzt wird."  (haGalil, 18. Dezember 2016)

 
Mathias Tretschog und Malte Klingauf - Malte Klingauf wurde gestern von Ken Jebsen als "Macher" und "ein Mann der Tat" gelobt - gehen in ihrer Empörung sogar so weit, sich wie Opfer von "Bücherverbrennungen" zu fühlen. Assoziationen zu den Bücherverbrennungen im Dritten Reich sind nicht zufällig...
"Autoren*innen wie K. Schmitt und andere, die ihre Art des politischen Wirkens ebenso ausrichten, sollten sich genau überlegen, was sie mit ihrem Aktionismus erreichen wollen und wem es letztendlich nutzen soll bzw. wird. Soll unsere Gesellschaft mehr Demokratie wagen oder soll unsere Demokratie erneut in eine Zeit der Bücherverbrennungen abrutschen?"  (Mathias Tretschog und Malte Klingauf)

Was die Verantwortlichen des Pax Terra Musica-Festivals hier abliefern, ist angesichts der eingeladenen Künstler und Referenten mehr als heuchlerisch, so jedenfalls meine persönliche Meinung. Wer Tommy Hansen (Free21), Morgaine (!), Prinz Chaos II, Reiner Braun und Kilez More einlädt, muss sich über Kritik nicht wundern.

weltnetzTV wirbt für Morgaine,
Sahra Wagenknecht warb für weltnetzTV
(weltnetzTV wurde gegründet von Diether Dehm,
Albrecht Müller, Konstantin Wecker u.a.)
 

Und das sind Autoren von Free21:
Albrecht Müller (NachdenkSeiten, weltnetzTV), Jens Wernicke (NachDenkSeiten), Daniele Ganser, Willy Wimmer, Anneliese Fikentscher (NRhZ), Bernhard Trautvetter (KenFM-Autor), Dean Henderson, Dirk C. Fleck, Evelyn Hecht-Galinski (KenFM-Autorin), Florian Hauschild (RT Deutsch), F. William Engdahl, Katrin McCleam, Ken Jebsen, Lars Schall (NachDenkSeiten), Mark Bartalmai, Mathias Bröckers, Norbert Häring, Paul Craig Roberts, Paul Schreyer (NachDenkSeiten), Peter Haisenko, Propagandaschau, Rainer Rupp (RT Deutsch), Rico Albrecht, Uli Gellermann (Sputnik-Autor), Wolfgang Bittner usw. usw.
 

Malte Klingauf bei Ken Jebsen.
Man kennt sich von den Mahnwachen...


Jens Wernicke am 14. Juni 2016 auf den NachDenkSeiten: "Eine „linke Querfront“, die gab es nie."

Montag, 13. Februar 2017

Samstag, 11. Februar 2017

Die Verbindungen von Klaus Dieter Böhm mit dem weltnetzTV von Diether Dehm, Albrecht Müller, Konstantin Wecker u.a.

Aus einem Artikel der inzwischen leider nicht mehr existierenden local times Erfurt:
"Unser Beitrag „AfD, Putin und Esoterik – Was ist Salve TV?“ erreichte eine hohe Resonanz im Netz und auch uns ließ das Thema nicht mehr los. Denn auf die Frage, was Salve-TV nun eigentlich ist, konnte der Artikel nur eine vage Antwort geben, die ein widersprüchliches Bild des Senders nachzeichnete. Auf der einen Seite hoffierte der Thüringer Lokalsender den linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in einem umstrittenen TV-Format. Andererseits besaß Salve TV keine Berührungsängste zu extrem rechten AfD-Politikern, wie Björn Höcke. Dazwischen traf man auf Esoterik, russische Sekten, Verschwörungstheorien und natürlich den russischen Staatssender „RT deutsch“. Für das Fazit „skurril“ reichten diese Punkte allemal aus. Um ein schlüssiges Gesamtbild des Senders zu skizzieren, fehlte noch das verbindende Element. Erneute Recherchen machten jetzt deutlich: Die Erklärung für Salve TV`s Kontroversen liegt in der Person Klaus-Dieter Böhm, dem Haupteigentümer des Senders.
[...] Warum sich Klaus Dieter Böhm als Mehrheitseigentümer von Salve TV persönlich dafür einsetzte, dass der Kreml-Sender „Russia Today Deutsch“ in Thüringen über den Äther läuft, erscheint in dieser Perspektive glasklar. Für ihn geht der Kalte Krieg weiter. Böhm kann oder will nicht sehen, dass Russland unter der Regierung Putin längst nach rechts abgedriftet ist. In Europa unterstützt der Kreml rechte Parteien und Organisationen. Auch RT Deutsch hat einen starken Bezug zur rechtskonservativen Pegida und sogar zur rechtsextremen Reichsbürgerbewegung offenbart.
[...] Fakt ist, Böhm war in einem früheren Leben Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei. Dies ist nicht verwerflich, selbst deutsche Außenminister wie Joschka Fischer gehörten früher zur radikalen Linken. Doch Böhm, als Besitzer eines millionenschweren Unternehmens, nutzt das Kapital für sein politisches Sendungsbewusstsein. Er betreibt neben dem Thüringer Lokalsender auch das Nachrichteportal weltnetz.tv, dessen Domain auf Böhm registriert ist. Weltnetz.tv bezeichnet sich als „Plattform für linken Journalismus“, einem Journalismus in dem Herrscher wie Syriens Bashir al-Assad, Russlands Vladimir Putin oder Venezuelas Maduro als Verbündete gelten. Israel und die USA dagegen erscheinen auf dem Portal als Ausgeburten des Bösen."  (local times Erfurt)
 
 
Das Querfront-Blog weltnetzTV wurde gegründet von:  Daniela Dahn, Hermann Scheer †, Albrecht Müller (NachDenkSeiten), Konstantin Wecker, Wolfgang Pieper, Kristjane und Manfred Maurenbrecher, Ekkehard Sieker, Michael Kleff, Diether Dehm, Klaus Dieter Böhm, Dr. Sabine Kebir, Dr. Matthias Oehme, Paul Leo Giani, Jürgen Roth, Eckart Spoo †, Prof. Dr. Jean Ziegler u.a.
 
Tja, so ist sie, die "Gegenöffentlichkeit"...


Donnerstag, 9. Februar 2017

Putins Kalter Krieg - Ein russischer Spion packt aus

Lügenkampagnen, psychologische Manipulationen und Unterwanderung – Methoden eines neuen Kalten Krieges. So will Putin den Westen destabilisieren:

ZDF-Doku vom 8. Februar 2017

Putin darf sich auch auf absolute Loyalität des deutschen Querfront-Netzwerkes verlassen...

Mittwoch, 8. Februar 2017

Kein Wort von den ach so kritischen NachDenkSeiten zum AI-Bericht über die Massenhinrichtungen in Assads Syrien

"Die jüngsten Anschuldigungen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) sind Teil der Informationskampagne gegen die syrischen Behörden, die 2011 einen Bürgerkrieg in dem arabischen Land provoziert hatte. Das erklärte der Chef des Auswärtigen Ausschusses des russischen Föderationsrates, Konstantin Kossatschow, am Dienstag in Moskau."  (Sputnik)




Die NachDenkSeiten, welche nicht müde werden, die "alternativen Medien" RT Deutsch und Sputnik zu empfehlen, haben die extrem widerlichen und zynischen Sputnik-Artikel, in denen die Amnesty International-Erkenntnisse angezweifelt und als "Teil des Informationskrieges" bezeichnet werden, sicher auch gelesen. Man schweigt bei den NachDenkSeiten also lieber zu diesem Thema. Albrecht Müller würde dieses Vorgehen als "Manipulation durch Weglassen" bezeichnen...
 
Albrecht Müller bei RT Deutsch
 

In den heutigen "Hinweisen des Tages" betreibt der Kai Homilius-Autor und NachDenkSeiten-Mitarbeiter Paul Schreyer lieber Spiegel-Bashing, als auf den AI-Bericht einzugehen oder kritische Fragen zum Sputnik-Artikel zu stellen.
 
Denke ich an die NachDenkSeiten, wird mir jedes Mal kotzübel...


Leseempfehlung - Deutschlandfunk: "Bericht über Massenhinrichtungen in syrischem Militärgefängnis"



Noch dies:
Der eng (via weltnetzTV) mit den NachDenkSeiten verbandelte Konstantin Wecker lässt das "Kontaktschuld"-Gejammere von Paul Schreyer auch auf seinem Eso-Blog "Hinter den Schlagzeilen" veröffentlichen.

Ich war 2015 nach meinem Vorwurf der Holocaustrelativierung, der Kritik an Schamanismus-Artikeln und an Weckers Enteignungs-Phantasien "Man muss das Pack enteignen. Anders geht es nicht." bei diesem Eso-Blog von Konstantin Wecker gesperrt worden...

"Schlachttiertransporte gehören zu den ganz dunklen Kapiteln unserer „Zivilisation“. Vergleiche mit Menschentransporten der Nazis drängen sich da auf. Man sollte solche Vergleiche nicht vorschnell als unangemessen zurückweisen."  (Hinter den Schlagzeilen)
 
 

Dienstag, 7. Februar 2017

"Viel Lärm um nichts" oder Oskar Lafontaine und Willy Wimmer sind keine Nazis!

"Anfang der 1990er Jahre erließ der damalige Ministerpräsident des Saarlands, Oskar Lafontaine, als Bestandteil einer landesweiten Kampagne gegen Flüchtlinge sogenannte „Sofortmaßnahmen“: darunter die Einführung von Sammellagern, Gemeinschaftsverpflegung und Sachleistungen. Gleichzeitig warb er für eine neue Rechtsverordnung der Bundesregierung, nach der künftig jene Flüchtlinge von der Asylgarantie ausgeschlossen werden sollten, in deren Heimat „nach allgemeiner Überzeugung keine politische Verfolgung stattfindet“.
[...] Nach seinem Rücktritt vom SPD-Vorsitz und Austritt aus der SPD blieb Lafontaine seinem Kurs treu. 2004 unterstützte er als einer von Wenigen die damals noch weitgehend umstrittenen Pläne von Innenminister Otto Schily (SPD), Auffanglager für Flüchtlinge in Afrika einzurichten. Für die Bild-Zeitung formulierte Lafontaine seinerzeit, was heute eines der beliebtesten Argumente der Rechten ist: Unter „den 15 Prozent“ der Flüchtlinge, die Afrika verließen, seien „nicht die Schwachen, die Alten, die Kranken und die elternlosen Kinder. Es sind in der Regel die Gesunden, die Leistungsfähigen, die nach Europa wollen, um besser zu leben“, schrieb Lafontaine."  (Johannes Stern)
 
"Und überhaupt ist selbst mit viel Phantasie aus den Zitaten Lafontaines nichts herauszulesen, über das man sich als Linker nun aufregen könnte. Viel Lärm um nichts."  (Jens Berger, NachDenkSeiten)



 
Der NachDenkSeiten-Kolumnist Oskar Lafontaine ist gar kein Nationaler Sozialist, er hört sich nur so an. Und was noch viel schlimmer ist: Er wird oft einfach nur falsch verstanden und aus dem Zusammenhang gerissen. Zudem: Wenn der linke Oskar Lafontaine das Selbe wie AfD-Rechtsaussen Gauland fordert, dann ist es eben nicht das Selbe, denn Oskar Lafontaine sagt es aus einer anderen ethischen Gesinnung heraus. Wenn Lafontaine wie die Pegida-Nazis Auffanglager in Libyen fordert, dann will er, Lafontaine, das Gute, die Gerechtigkeit, Umverteilung und die Rettung der Menschhheit vor dem Kapitalismus. Diesen Unterschied muss man schon machen...


Ähnlich ergeht es dem Pegida-Versteher und Pleisweiler Gespräche-Gast Willy Wimmer. Wenn Willy Wimmer seine rechte Parolen beim NachDenkSeiten-Allianzpartner Ken Jebsen raushaut, dann will er eigentlich nur Gutes: Frieden mit Putin und Russland und Gerechtigkeit für Serbien und Assad. Was kann an Frieden und Gerechtigkeit falsch sein?



"...werden die Leute [Anm.: PEGIDA-Anhänger], die sich dagegen verwahren, die werden... denen kommt man mit dem verbalen Gummiknüppel und knüppelt sie moralisch nieder, indem man sagt, das was die artikulieren, ist a priori rechts oder ist nazistisch und damit kann man in Deutschland Jeden mundtot machen..."  (Willy Wimmer)
 
"...und genau diese Leute [Anm.: Migranten, denen wir Obdach geben] gehen dann auf diesen Leim der Salafisten und wem auch immer ein und betätigen sich kriegerisch. Und das richtet sich natürlich gegen uns. Dieses Empfinden wird man nicht los und die Leute, die in Dresden auf die Strasse gehen - und das denken auch im Rheinland Viele und in anderen deutschen Landesteilen - die machen sich Sorgen darüber, ob wir unser Land in fünf Jahren noch wiedererkennen oder wie das aussehen soll, und das ist automatisch immer die Frage danach, wie hilflos muss eigentlich eine Regierung sein, das alles zuzulassen, und diese Regierung, Bundesjustizminister, Aussenminister, der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger, die prügeln dann auf diejenigen ein, die von ihrem originären demokratischen Recht Gebrauch."  (Willy Wimmer)

Sonntag, 5. Februar 2017

Von Angela Merkel, Putins Propagandachef Dmitri Kisseljow, Daniele Ganser und Sputnik-Autor Uli Gellermann

"Aufgrund seiner Position ist Dmitri Kisseljow einer derjenigen in der Russischen Föderation, die die Informationspolitik des Landes prägen." (Wladislaw Sankin, RT Deutsch, 4. Februar 2017)

"Dmitri Konstantinowitsch Kisseljow ist ein russischer Journalist. Er ist Generaldirektor von Sputnik.
Kisseljow wird in westlichen Medien oft als „Chef-Propagandist des Kreml“ bezeichnet."  (Wikipedia)
 

Niemand hat die Absicht, Merkels Falten, ihr Haar und die Farbe ihrer Kleidung und ihre Hosenanzüge anzusprechen...
 
Uli Gellermann (Sputnik-Autor und NachDenkSeiten-Vertrauter) ging auf weltnetzTV (durch Diether Dehm, Konstantin Wecker, Albrecht Müller u.a. gegründet) noch einen Schritt weiter:
 
Uli Gellermann auf weltnetzTV: "Merkel ist irre"
 
Jürgen Elsässers COMPACT-Magazin titelte am 2. Februar 2016 ebenfalls: "Merkel irre?"
 

Daniele Ganser: "Lesen Sie alternative Medien"
 
 
Noch Fragen zu den selbsternannten und von Daniele Ganser empfohlenen "alternativen Medien", die sich selbst auch als "Gegenöffentlichkeit" bezeichnen...?
 
A propos Aussehen: Hat Dmitri Kisseljow eigentlich schon einmal in den Spiegel geschaut...?