Freitag, 20. Januar 2017

Mein Name sei René Baumgartner oder Duldung von Euthanasie-Phantasien in der Flüchtlingsbetreuung

"Anfang Juli schreibt René Baumgartner ein E-Mail an Regierungsrätin Susanne Hochuli: Er kündigt darin seinen Austritt aus dem Nachtdienst per Ende Oktober an, «weil ich nicht mehr bereit bin, in Strukturen zu arbeiten, in der menschenverachtender, rassistisch motivierter Menschenhass von oben geduldet wird»."  (WOZ, 6. Oktober 2016)
 
Am 22. September 2016 legte René Baumgartner - nachdem er vom Generalsekretär der Ministerin für Gesundheit und Soziales als Lügner hingestellt worden war - seinen Dienstausweis und die Schlüssel auf den Tisch, stand auf und ging. Seine letzten Worte als Flüchtlingsbetreuer waren: "In diesem Fall bin ich hier im falschen Film".  Es war eine fristlose Kündigung.
René Baumgartner entschied sich darauf, die Presse zu informieren. Dass dies für ihn teuer und als Amtsgeheimnisverletzung geahndet werden wird, war René Baumgartner klar. Der Artikel in der WOZ erschien am 6. Oktober 2016. Am selben Tag traf bei der Staatsanwaltschaft eine Selbstanzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung von René Baumgartner ein. Nur zwei Tage später trudelte dann auch noch die Anzeige des Departementes Gesundheit und Soziales gegen René Baumgartner ein...
 
René Baumgartner ist heute Kurierfahrer bei der Post.

Kommentare:

  1. "Der Fall ist exemplarisch für die Missstände in der Flüchtlingsbetreuung."
    http://www.woz.ch/1640/aargau/rassismus-im-departement-der-gruenen-regierungsraetin-hochuli

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  2. Hölzle (Präsident Grüne Aargau) war wohl nicht bewusst, dass Amtsgehemnisverletzung ein Offizialdelikt ist:
    "Dass gegen den ehemaligen Nachtdienstbetreuer nun ein Ermittlungsverfahren laufe, kritisiert Hölzle ebenfalls: Wenn jemand aus Zivilcourage zum Whistleblower werde, solle er dafür nicht bestraft werden. Die Fraktion der Grünen werde deshalb versuchen, Hochuli zur Einstellung des Verfahrens zu bewegen."
    http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/rassismus-vorwuerfe-aargauer-gruene-fordern-klarheit-von-hochuli-130640505

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  3. Sibylle Berg folgt mir jetzt auf Twitter...

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  4. Die WOZ heute über Daniele Ganser (On-Line schon gestern):
    http://www.woz.ch/1703/wahrheit-und-verschwoerung/das-ganser-phaenomen

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  5. Nazis hatten in ihren KZ Euthanasie praktiziert. Euthanasiewünsche sollten in der Betreuung von Flüchtlingen nicht geduldet werden.

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    1. Auf jeden Fall! Es gab aber nicht einmal einen internen Verweis - das ist der eigentliche Skandal.

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