Montag, 19. September 2016

Ob sich die NachDenkSeiten über den Erfolg des "umgedrehten" Klaus Lederer (Die Linke Berlin) freuen...?

Ob sich die NachDenkSeiten - also Albrecht Müller und Jens Berger - für den Erfolg des "umgedrehten" Realo-Linken Klaus Lederer freuen, der sich sogar erdreistete, die Querflöte Wagenknecht und die neurechten Friedenswichtel zu kritisieren...?
 
"Wie die Grünen umgedreht worden sind, habe ich mit besonderer Bitterkeit verfolgt, weil ich in den achtziger Jahren einer der ersten Sozialdemokraten war, der für rot-grüne Koalitionen geworben hat.
Jetzt ist die Linkspartei dran. Das Schema des Vorgehens ähnelt dem Procedere bei SPD und Grünen. Erst werden die eher rechten Kräfte der Partei mobilisiert – typisch der Berliner Landesvorsitzende Lederer oder der Thüringer Ministerpräsident. Dann gewinnt man Personen, die ein eher progressives Image haben, zum Beispiel van Aken."  (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 28. Juli 2016)
 
 
"Stattdessen befördern Teile der Antideutschen sogar sehr aktiv den Neoliberalismus. Warum das denn? Weil – so die Theorie – nur aus einer neoliberalen demokratischen Gesellschaft heraus der Kommunismus entstehen kann. Andere Gesellschaftsformen müssen demnach mit oder ohne Gewalt zu marktwirtschaftlichen Demokratien gemacht werden. Bomber Bush, do it again?
Das klingt für Sie alles wirr, unausgegoren und ein bisserl spinnert? Ist es auch, um so erstaunlicher ist es, dass derlei Umtriebe unter dem Dach der Linkspartei nicht nur geduldet, sondern sogar von interessierten Kreisen gefördert werden. Stellt sich die Frage nach dem cui bono. Wem nützen die Antideutschen? Der Linkspartei nützen sie zumindest ganz sicher nicht, so viel ist klar. Paradoxerweise nützen sie daher aber genau jenen Kräften innerhalb der Linkspartei, die die Partei von innen aushöhlen und „reformieren“ wollen, also dem rechten Parteiflügel mit führenden Funktionären wie Klaus Lederer oder Halina Wawzyniak. So gesehen sind die Antideutschen vor allem die Kettenhunde des rechten Parteiflügels, deren wirres Treiben vor allem deshalb gefördert wird, weil der linke Parteiflügel aufgrund ideologischer Differenzen im Fadenkreuz der Antideutschen und Antinationalen steht."  (Jens Berger, NachDenkSeiten, 30. Mai 2016)
 
 
"Der Berliner Landesvorsitzende Lederer warf Wagenknecht „Stichwortgeberei für die AfD-Linie“ vor. Gysi kritisierte, Wagenknecht und Lafontaine hätten sich auf eine Debatte um „Zäune und Obergrenzen“ eingelassen. – Lafontaine nennt dieses Vorgehen infam. Es ist vor allem deshalb infam, weil man sich gegen diese Denunziation kaum wehren kann.
[...] Personen wie Lederer und wohl auch andere Kritiker Sahra Wagenknechts wie Gysi und Kipping können sich der Unterstützung durch einen Zirkel von Medienschaffenden sicher sein, für die nicht Fakten sondern bestimmte Linien der Auseinandersetzung ausschlaggebend sind und die immer für einen Querfront-Vorwurf zu haben sind."  (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 18. März 2016)



Ausserdem: Thorsten Hild war langjähriger NachDenkSeiten-Mitarbeiter...


Nun ist auch ihm der Kragen ob der skandalösen Entwicklung bei den NachDenkSeiten geplatzt. Sein gestern auf dem Blog Wirtschaft und Gesellschaft erschienene Text lässt an Deutlichkeit und Brisanz keine Zweifel aufkommen: Mit den NachDenkSeiten ist  Thorsten Hild fertig. So wie Wolfgang Lieb ein knappes Jahr vor ihm. So wie Kai Ruhsert vor ihm, der sich immer schützend vor Israel gestellt  und den Israelhasser Israelkritiker Werner Rügemer scharf angegriffen hatte - das konnte ja auf Dauer nicht gut gehen...

Ausserdem: Russische Soldaten und schweres Kriegsgerät im Osten der Ukraine, "grüne Männchen" mit nachfolgender Annexion der Krim im Südosten der Ukraine, und nun offenbar auch noch Vorbereitungen für eine Annexion der moldawischen Region Transnistrien im Südwesten der Ukraine für russische Militärbasen - all das interessiert Albrecht Müller nicht. Putin betreibt für Albrecht Müller keine aggressive, expansive Politik. Wer Putin so etwas unterstellt, ist für Albrecht Müller unten durch und gehört an den Pranger der NachDenkSeiten gestellt. Dessen Glaubwürdigkeit muss im Mark erschüttert werden. Im aktuellen NachDenkSeiten-Artikel attackiert Albrecht Müller den Monitor-Chef Georg Restle erneut und wirft ihm Folgendes vor:
- Förderung der Aggression gegen Russland
- Beteiligung am Versuch, Russland eine imperiale Politik zu unterstellen
- Beteiligung an der Kampagne gegen das "zarte Pflänzchen" der neurechten neuen Friedensbewegung 
- Beteiligung an der Querfront-Kampagne

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen