Dienstag, 6. September 2016

Monitor deckt auf: Albrecht Müller (NachDenkSeiten) manipuliert

"Lieber Albrecht Müller von den „Nachdenkseiten“,
auf diese Idee muss man erst mal kommen: Aus einer Rede, die sich kritisch mit der NATO, der veränderten Rolle der Bundeswehr und den neuen westlichen Interventionskriegen auseinander setzt, einen einzigen Satz zu zitieren, der sich kritisch mit der expansiven Politik des russischen Präsidenten auseinandersetzt – und damit den Geist meiner Rede in ihr Gegenteil zu verkehren. Das nenne ich Manipulation.
Ich kann Sie beruhigen: Weder wurde meine Laudatio von irgendjemandem „quer gelesen“ noch versteckt sich dahinter eine perfide manipulative Absicht, wie Sie es mir unterstellen. Es ist viel simpler: In meiner Rede ging es um eine radikal gedachte Idee von Frieden, „die immer weltoffen, immer universell ist – und die eben keinen Unterschied macht, ganz egal ob die Kriegsherren aus Washington, Berlin, Ankara oder Moskau kommen.“ Diesen Satz haben Sie leider nicht zitiert.
[...] Anders als Sie, stehe ich der Politik des russischen Präsidenten gleichermaßen kritisch gegenüber wie der Politik der NATO. Das unterscheidet uns. Wahrscheinlich bin ich deshalb Journalist geworden und Sie Politiker.
Mit freundlichen Grüßen,
Georg Restle
Redaktionsleiter „Monitor“
  (Monitor, 5. September 2016)
 
 
 
Es gab einmal eine Zeit, in der die NachDenkSeiten als seriös galten. Irgendwann drifteten sie unter der Führung von Albrecht Müller nach rechts ab. Wolfgang Lieb, Kai Ruhsert und Thorsten Hild verliessen die NachDenkSeiten nach vergeblichen Versuchen, Albrecht Müller von der gefährlichen Verächtlichmachung der Medien abzubringen, die Rechten und Verschwörungstheoretikern in die Hände spielt.  Aber seither drescht Albrecht Müller nur noch wirrer und heftiger auf die Medien ein, die nicht genau das schreiben, was er für richtig hält. Ein Trauerspiel. Und nun zeigt die bekannte Sendung Monitor auch noch auf, dass Albrecht Müller manipuliert...
 
 
Hier einige Kommentare aus der Facebookseite von Monitor (ohne NDS-Stammkommentatoren):
 
Otmar Steinbicker: "Die so genannten "Nachdenkseiten" sind seit langem völlig inakzeptabel!"
 
Jens Krüger: "Die NachBlödSeiten sind für mich schon eine große Bereicherung. Immer wenn ich Nackenverspannungen habe schaue ich da kurz rein. Vom Kopfschütteln sind die Verhärtungen ruckzuck gelöst. Danke NDS"
 
Chrissie Wilholm. "Die Nachdenkseiten waren mal links und Herr Müller denkt, er sei es immer noch. Dass er dabei längst rechten Verschwörungstheorien aufgesessen ist, sieht er wohl selbst nicht mehr.
Natürlich baut die NATO Mist, aber im Gegenzug den machtgierigen Autokraten Putin nicht kritisieren zu dürfen, das geht zu weit.
Es gibt in diesem Spiel keine "Guten"."
 
Marco Neubauer: "Propaganda der Nachdenkseiten ist weder freie Meinung, noch hat diese etwas mit Journalismus zu tun.  An einem Diskurs sind die Macher dort übrigens wenig interessiert, habs mal versucht. Sobald man die dort des Unsinns überführt, wird man niedertrompetet."

Kommentare:

  1. "Herr Restle spricht das aus, was jeder, der nicht gehirngewaschen ist, weiß: Putin ist ein "aggressiv-expansiver Machtmensch".
    Und da hat sich der Herr Restle noch milde ausgedrückt." (Spiegelfechter und Nachdenkseiten Watch)

    https://www.facebook.com/399345493554860/photos/a.399385253550884.1073741828.399345493554860/655618867927520/?type=3&theater

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  2. Albrecht Müller über 'Manipulation durch Weglassen'...
    http://www.nachdenkseiten.de/?s=manipulation+durch+weglassen&Submit.x=0&Submit.y=0

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  3. Aktuell: Die NachDenkSeiten über die "Israellobby" und die "Antideutschen"...
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=34882

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  4. Gordon Gernand: "Ich habe die Nachdenkseiten seit 2005 kontinuierlich begleitet; und an dem Grund, aus dem sie sich 2003 gegründet hatten, hat sich ja auch bis heute nichts grundlegendes geändert. Die tägliche Presseschau und manches Interview sind auch jetzt immer noch lesenswert. Aber was die Entwicklung von Albrecht Müller angeht bin ich mittlerweile ziemlich ratlos. Zu kritischem Denken gehört auch rationales Denken, und dazu ist Müller in letzter Zeit anscheinend nicht mehr in der Lage. Der Beitrag, auf den Herr Restle anspielt, hat mich, ehrlich gesagt, ziemlich entsetzt. Bei solchen Dingen versteht man auch, warum der Mitbegründer Wolfgang Lieb vor einem Jahr die Biege machte."
    https://www.facebook.com/monitor.wdr/posts/1147740755264863#

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  5. Nun... diese Kritik an der "Manipulation" des Herrn Müller an dem Text des Herrn Restle (Monitor) ist doch wirklich etwas zum fröhlichen Frühstück für einen fröhlichen Tag in der Welt der Manipulateure.
    Da generiert sich der Herr Restle als Weltfriedensengel indem er, neben den leidlich bekannten und nicht zu leugnenden US-Aggressionen, auch die Aktionen Russlands anspricht (die Re-Aktionen auf die US-Aggression sind).
    Da fragt sich doch der mittlerweile Propaganda-erfahrene Leser, warum denn nun dieses Manöver?
    Ganz einfach:
    Immer nur Russland-Bashing geht nicht mehr bei etwas intelligenteren Leser.
    Die kennen sich mittlerweile ein wenig aus mit den US-Machenschaften und deshalb kann man die auch nicht mehr so ohne weiteres leugnen.
    Also hilft nur noch eines:
    Die USA kritisieren mit dem, was wirklich nicht mehr weggelogen werden kann und in einem Abwasch (und darum geht es in dem Prestle-Text) Russland und konkret den Präsidenten Wladimir Putin mit den USA als Aggressor auf eine Stufe zu stellen!
    DAS ist der Grund, weshalb der Herr Müller nur diesen einzelnen Satz aus dem Prestle-Text isoliert kritisiert hat... zu Recht!
    ... denn genau darum geht es; als angebliche Friedenstaube bei US-kritischen Menschen, die man mit Sicherheit nicht mehr zu US-Freunden machen kann, zumindest eine neutrale Haltung hervorzurufen, damit sie aus dieser "Neutralität" heraus Russland jede Unterstützung verweigern.
    Das nennt man "neutralisieren"...
    ... aber wer läßt sich schon gerne neutralisieren?

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