Mittwoch, 30. März 2016

Wagenknechts Überwindung des Kapitalismus durch "langfristiges Unternehmenswachstum, solide Gewinne, um Investitionen zu finanzieren"

"Reichtum ohne Gier. Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten", so der Titel des neuen Buches von Sahra Wagenknecht. Das E-Book kostet 16.99 Euros...
 
Wer das Interview mit Sahra Wagenknecht auf den NachDenkSeiten liest, wird enttäuscht feststellen, dass Sahra Wagenknecht gar keine Alternative zum Kapitalismus bietet, sondern lediglich ein wenig an Stellschräubchen zu drehen versucht:
"...ich bin überzeugt, dass eine andere Wirtschaftsordnung uns alle reicher machen kann, nicht nur materiell, aber durchaus auch im Hinblick auf unseren materiellen Wohlstand.
[...]  Eine Mitarbeitergesellschaft gehört wie eine Stiftung sich selbst, sie hat keine externen Eigentümer, und muss daher auch an niemanden Geld ausschütten. Aber die Belegschaft bestimmt die Besetzung des Kontrollorgans, das über die Unternehmensleitung entscheidet und ihr die Ziele vorgibt. Die Ziele würden unter solchen Bedingungen sicher nicht lauten, Maximierung des kurzfristigen Gewinns, sondern: langfristiges Unternehmenswachstum, solide Gewinne, um Investitionen zu finanzieren, aber eben keine Erhöhung der Rendite mittels prekärer Jobs oder durch Verlagerung in Niedriglohnländer."
So etwas will die "Paris Hilton der Linkspartei" allen Ernstes als "Rettung vor dem Kapitalismus" verkaufen...?

 
 
Kommentator Edgar von Weß schreibt: "Sahra wie immer: Ihre Kritik ist berechtigt, ihre Lösungen billig bis populös. Sollte die Linke nichts besseres haben, ist sie keine Alternative zur derzeitigen Regierung. Das wiederum wird ein Erzkonservativen stärken. Sahra sollte einen Rücktritt ernsthaft erwägen, wenn ihr keine anderen Lösungen einfallen.
[...] Ich lese nichts von ernstzunehmenden Vorschlägen ausser den parteipopulistischen Sätzen, die so herrlich zur Linken passen. Mir ist auch vollkommen egal, was Frau Merkel denkt, und ja, wir haben noch eine Demokratie, was aber auch bedeutet, dass ich, bin ich nicht der Meinung von Sahra, nicht automatisch der Meinung Angelas das Wort reden, was Sie, Frau Schreiber, hier so herrlich aggressiv implizieren. Ich habe auch nichts über das Buch als vielmehr über das Interview geschrieben, und das stellt nicht nur Sahras Populismus, sondern auch die Unfähigkeit Müllers dar. Sehr interessant, das.
[...] Ganz und gar nicht entblödet sie sich, als sie sich üüber Krankenhäuser ausläßt, zur Erinnerung: "Ein Krankenhaus etwa muss sich nicht in erster Linie rechnen, sondern muss Kranke optimal behandeln. Wenn dagegen betriebswirtschaftliche Kriterien über die gewählte Therapie entscheiden, ist das einfach pervers." Krankenhäuser, die dann nicht mehr geführt werden können, weil sie einfach pletie sind, helfen dummerweise niemandem. Wirklich sinnvolle Vorschläge oder auch nur Geankenansätze nthält dieses Interview nicht wirklich.
Die Unfähigkeit Müllers besteht einfach darin, nicht wirklich kritisch anchzufragen, sondern der EInfachheit halter als simpler Stichwortgeber zu fungieren, das nämlich, was der gute Herr, und vermutlich auch Sie als kritische Bürgerin, unseren ach so schlimmen Mainstreammedien vorwerfen."

Als überzeugter Kapitalist würde mich ja gerne mit ernsthaften Alternativen zum Kapitalismus auseinandersetzen, aber auf Sahra Wagenknechts Mogelpackung kann ich problemlos verzichten.

1 Kommentar:

  1. "Dann sollten AM [Albrecht Müller] und SW [Sahra Wagenknecht] vlt. mal definieren, was sie je unter 'Kapitalismus' verstehen; sonst besteht die Gefahr, sie reden aneinander vorbei. (Dieter Büsching)
    https://www.facebook.com/NachDenkSeiten/?fref=nf

    Tja...

    AntwortenLöschen