Dienstag, 5. Januar 2016

Positionen #3: Nur noch wenig Luft bis ganz unten

Das Thema von Positionen #3 wäre gewesen: "Demokratie oder Markt - Was kostet uns der Casino-Kapitalismus?"  
 
Ken Jebsen scheint immer mehr Mühe zu haben, Gäste mit einer gewissen Bekanntheit an den Tisch zu bringen. Die Gäste diesmal waren zwei Griechen, die sich spinnefeind waren, ein Science-Fiction-Autor und ein Selbstdarsteller aus der ehemaligen DDR. Deren Namen sind nebensächlich, kannte vorher eh keiner.
Der eine Grieche, der die Syriza Scheisse findet, redete nur von seinem Hilfsprojekt in Griechenland. Der andere Grieche, ein Syriza-Politiker, regte sich (zu recht) dauernd darüber auf, dass niemand über die Überwindung des Kapitalismus reden wollte und nannte seinen Landsmann zweimal einen Populisten. Der Science-Fiction-Autor redete nur über die Rettung der Natur - der Kapitalismus war ihm egal - und über seine Bücher. Der Selbstdarsteller aus der ehemaligen DDR hatte nur ein einziges Thema: Sein Ego.




Zusammenfassung der Statements

Der Selbstdarsteller:
Ich bin der Grösste.
Ich bin der Beste.
Ich bin der Coolste.
Ich bin die Gerechtigkeit.
Ich bin die Intuition.
Ich lese keine Bücher, weil ich keine fremden Gedanken an mich heran lassen will.

Der eine Grieche von der Syriza:
Wir müssen den Kapitalismus überwinden.
Der andere Grieche ist ein Populist.
Varoufakis hat sich als Minister nicht bewährt.
Die Syriza ist erpresst worden.
Ich bin kein Syriza-Abgeordneter, mich trifft keine Schuld.

Der andere Grieche vom Hilfsprojekt:
Syriza hat ihre Walhkampfversprechen nicht gehalten.
Syriza ist Scheisse.
Ich koche für Flüchtlinge und Arbeitslose.
Ich habe von Ken Jebsen Geld erhalten.
Und jetzt rede ich keine Wort mehr, weil ich wütend bin.

Der Science-Fiction-Autor:
Die Überwindung des Kapitalismus geht mir am Arsch vorbei.
Eigentlich wollte ich gar nicht an dieser Diskussion teilnehmen.
Aber wo ich schon mal da bin, kann ich mein neues Buch bewerben.


Es wurde grösstenteils aneinander vorbei geredet. Weil Ken Jebsen schon bei Positionen #1 vollmundig verkündet hatte, die Gäste ausreden zu lassen (nicht so wie bei den böhsen Lügenmedien), musste er den Syriza-Griechen und den Selbstdarsteller jeweils gefühlte Stunden weiterreden lassen.
Die Propagandaschau-Autorin Maren Müller von der Ständigen Publikumskonferenz hatte in den Kommentaren bemängelt, dass noch keine einzige Frau an der Runde teilgenommen hätte. KenFM erklärte in der Beantwortung, dass sich die von ihnen angeschriebenen Frauen nicht einmal die Mühe machten, auf die Anfrage zu antworten.
Sieht also ganz danach aus, dass Maren Müller bei Positionen #4 neben drei oder vier anderen C und D-Promis sitzen wird.

Wenn ich mir vorstelle, dass solche Figuren die bestehende Regierung absetzen und ein neues, gerechteres System installieren wollen - dann doch lieber Merkel...


Nachtrag von 13:55 Uhr

Ist das noch lustig?


"Manchmal glaube ich auch, es wäre das Beste, den ganzen Nahen Osten mit Atombomben zu pulverisieren [Smile]"  (Jens Berger, Spiegelfechter und NachDenkSeiten-Redakteur)
 

Kommentare:

  1. Ken Jebsen hat einem fast leid tun können.

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  2. NKKKY meint: "Der Typ mit dem Band um Kopf labert einfach zu viel."
    https://www.youtube.com/watch?v=zYJBoSNe57w

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    1. Christian war anscheinend etwas abgelenkt: "Nur heiße Schnecken im Publikum :O"

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  3. Danke für die Zusammenfassung.

    DKV

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  4. Auch von hier aus D, herzlichen Dank. Vielleicht schreibt ihm Wallraff ne Fortsetzung von "Ganz Unten"

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  5. Ja, gute Zusammenfassung dieses Hirngulaschs.

    Frohes Neues auch!

    Nazienkel

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  6. Jens Berger: "Gerade die Pegida-Fraktion ist mit dem "Lügenpresse-Vorwurf" doch immer ganz schnell dabei."
    https://www.facebook.com/NachDenkSeiten/posts/10153839065953627?comment_id=10153839081333627&reply_comment_id=10153839098528627&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R9%22%7D

    Nicht nur die Pediga, Bübchen...

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    1. Albrecht Müller (Jens Bergers Chef) sage ungern "Lügenpresse". Er sage lieber "Kampfpresse"...

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