Freitag, 8. Januar 2016

Der Laberer

"Ich gewinne den Eindruck, dass die meisten dieser Medienschaffenden einfach nur neidisch sind, weil Ken Jebsen mit dem Einsatz großer intellektueller Kraft und Energie – neben manchem Verzichtbaren – gute Medienprodukte geschaffen hat und hohe Klickzahlen erreicht. Klickzahlen, von denen seine Kritiker nur träumen können."  (Albrecht Müller, 31. August 2015)


Auszüge aus Ken Jebsens neuster Predigt an seine Anhänger:
(Bemerkung:  Ken Jebsen propagierte in letzter Zeit immer wieder den Anarchismus!)
 
"Der Sozialismus, der Kommunismus, aber eben auch jede andere Diktatur sind immer nur an einem gescheitert:  An der Natur des Menschen.
 
Käme es heute zu einer Revolution und würde aus dieser dann der Libertarismus als neu beherrschender „Spieler“ hervorgehen, wäre auch hier die Freude über die endliche erkämpfte „echte“ Freiheit, die nach der festen Auffassung der Libertären dann „total“ und „allumfassend“ sein müsste, nur von kurzer Dauer. Von sehr kurzer.
Warum? Weil der Libertäre bei all seinen Überlegungen von vollkommener Entstaatlichung, bei seinem Wunsch von
freiem Markt - frei von jeglichen Regeln, frei für alle, alles zu tun und damit auch frei, nichts zu unterlassen - eines vollkommen ausblendet. Eben die Natur des Menschen.
 
Du kannst das politische System wechseln, wie du deinen Verein wechseln kannst, die Verhaltensmuster der Spieler kannst du kaum verändern. Du kannst sie nur durch künstliche Regeln, verbindliche Regeln, staatliche Gesetze in gewissen Bahnen halten. Und schon sind wir bei Karl Marx.
 
Was den Libertären bei ihrer Idee des freien Marktes bis heute entgangen zu sein scheint, ist die Natur des Menschen. Der Mensch ist des Menschen Feind. Das zieht sich als roter Faden und für jeden unübersehbar durch das, was der Mensch Geschichte nennt, nur dass diese Geschichte die Geschichte des Menschen meint, als gäbe es sonst keine andere.
 
Der Mensch kann mit absoluter Freiheit, wie sie die Libertären fordern, in der Masse wenig anfangen. Er hat eher Angst vor ihr, da er sich der absoluten eigenen Freiheit ausgesetzt, eher durch sie ausgeschlossen fühlt. Ausgeschlossen aus der Masse. Der Mensch ist ein Herdentier und ist eher bereit, in einem Angriffskrieg im Kollektiv unterzugehen, als sich solo gegen die manipulierten Überzeugungen der Massen zu stellen und damit selber zum Feind zu werden.
 
Eine derart unregulierte, vollkommen entstaatlichte Welt wäre ein Dschungel. Alle dürfen alles, aber nur die korruptesten überleben, denn sie gehen über Leichen. Schon Stunden nach der Ausgabe des identischen Startkapitals hätten sich die privaten Banden und privaten Clans wieder zusammengefunden. Hätten sich private Gruppen zu privaten Interessengemeinschaften zusammengeschlossen, um im Kollektiv mehr private Macht zu generieren. Macht über den Rest.
 
Der Mensch verfügt kaum noch über das, was man gemeinhin als Beißhemmung bezeichnet. Der Mensch ist des Menschen Wolf. Nicht, weil er es muss, nein, weil er es kann. Dieses Können hat sich zum Muss entwickelt, oder besser, hat sich nie vom Muss wegentwickelt.
 
Eine Gesellschaft, die es schafft, sich über das Sein und nicht mehr über das Haben zu definieren ist auf dem Weg zu echter Freiheit.
 
Plan C. C, wie Check your Head!

Mir würde es reichen, wenn wir aktuell anfangen, den Rechtsstaat wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Wenn wir, und damit meine ich jeden Bürger, den Staat wieder an den entscheidenden Stellen entprivatisieren.
Wenn wir Transparenz da schaffen, wo sie hingehört, bei Behörden und Regierung, und dass wir sie dort wieder einführen, wo sie das Individuum vor Überwachung schützt.
Mir würde es reichen, wenn wir die private Geldschöpfung abschaffen und stattdessen den gesamten Geldapparat verstaatlichen.
Wenn wir die Gefahr des exponentiellen Wachstums endlich erkennen und aus unserem gesamten Wirtschafts-Kreislauf verbannen würden. Per Gesetz!
Unendliches Wachstum auf einer endlichen Fläche ist Selbstmord.
Wir sollten anfangen, als Spezies zu denken, als Spezies zu handeln. Wir sollten sämtliche Ressourcen als die Ressourcen aller erkennen, die auf diesem Planeten leben.
Es ist unser aller Meer, unser aller Land, unser aller Öl, Gold, Nahrung. Unser aller Schöpfung.
 
Wir sollten global denken, aber lokal handeln. Wir sollten Kriege verbieten und die Geräte, die man benötigt, um sie anzufangen, verschrotten. Das alles geht nur, wenn wir es per Gesetz beschließen, festlegen und jene bestrafen, die gegen das Gesetz verstoßen.
Keine Macht für Niemanden, aber nur, wenn jeder von uns Niemand heißt und nur über sich selber Macht ausüben darf.
Anfangen könnten wir schon morgen, indem wir die von privaten Konzernen unterwanderten Massenmedien wieder zu Medien der Massen machen. Erstes Ziel für 2016: Ein bedingungsloses Grundeinkommen. Weniger Arbeit, mehr Leben. Weniger Konkurrenz, mehr Kooperation.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Diese Kontrolle sollte von Volksvertretern ausgehen und permanent rotieren, damit niemand auf die Idee kommen kann, sein erworbenes Wissen auf seinem Posten zu missbrauchen. 1936 gab es in Katalonien ein ähnliches Experiment. Wir müssen es nicht eins zu eins wiederholen, aber wir sollten es analysieren und in der Gegenwart neu überarbeitet wiederbeleben.
 
Immer schön wachbleiben und die Tassen, die man nicht unmittelbar benötigt, immer wieder zurück in den Schrank."  (Ken Jebsen)
 
Symbolbild

 
Welch ein wirres Gelaber vom Allianz-Partner von Albrecht Müller. Ausserdem vertritt Ken Jebsen selbst viele libertäre Ideen.


Leseempfehlung:  "Von Ken Jebsens "grosser intellektueller Kraft", neidischen Medienschaffenden und traumhaft hohen Klickzahlen "

Kommentare:

  1. Mario Knezović meint: "Der mit Abstand schlechteste Artikel von KenFM aller Zeiten. Mehr Zeit will ich darauf nicht verschwenden."
    https://www.facebook.com/KenFM.de/photos/a.402486811582.184264.352426141582/10153194239726583/?type=3&permPage=1

    Jebsen kann es nicht besser.

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    1. Marco de Martinez: "Das ist richtig schlechter Journalismus und offenbart ein sehr krankes Menschenbild. Entweder du hast sehr schlecht recherchiert und hast den Libertarismus nicht verstanden, was deine Leser sicher mehrheitlich noch weniger tun, oder du verdrehst und verzerrst die Dinge absichtlich wie es dir beliebt. Wie auch immer, so viel durcheinander gewürfelter Müll, von jemandem der Bücher wie Orwells "mein Katalonien" empfiehlt. Unglaublich! Jämmerlich!"

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    2. Daniel Gallardo: " Lieber KenFM.
      Ich habe mir einige Videos von Ihnen zum Thema Wirtschaftsflüchtlinge und Markt angesehen.
      Im Grunde sind Sie Anarchist, ein Freund der "Ordnung ohne Herrschaft", sowie für kommunales Zusammenleben.
      Ebenso sind Sie gegen unser Demokratisches System..."

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  2. Es gibt nun folgende, öffentlich bekanntgegebene Kooperationen und Allianzen mit den NachDenkSeiten:
    - weltnetz.tv
    - Ken Jebsen/KenFM
    - Sabine Schiffer/Institut für Medienverantwortung
    - Spiegelfechter

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  3. Mir als Kapitalist ist zum Diskutieren ein Sozialist/Kommunist lieber als ein unlogischer und widersprüchlicher Laberer wie Ken Jebsen.

    Gut, dass viele Kommentatoren auf KenFM für das "politische Manifest" von Ken Jebsen nur Hohn und Spott übrig haben.

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  4. Charlie über Ken Jebsen: "Bei der Lektüre hat also "sogar" Herr Allwissend-Jebsen "noch gelernt". - Mehr muss man über diesen skurrilen Spinner, der sich ganz offensichtlich im Besitz der goldenen Löffel der umfassenden Weisheit wähnt, wirklich nicht wissen. Ein Text wie der verlinkte Beitrag von Trampert bleibt für Jebsen gewiss ein Buch mit sieben Siegeln - oder eine böse Provokation, die sein schlichtes Donald-Duck-Weltbild angreift.
    Dieser Mann ist unerträglich. Es ist mir ein vollkommenes Rätsel, dass diesen Deppen überhaupt jemand ernst nehmen kann."

    http://narrenschiffsbruecke.blogspot.ch/2016/01/lesetipp-auflosung-ein-nekrolog-auf-den.html

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